LA VITA E BELLA… TROTZ ALLEM

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Krankengeschichte

Seit November 2005 nimmt für Frédéric Natanaël das Leben einen völlig neuen Lauf. Neben einer leichten cerebralen Parese mit Ataxie und Dyspraxie, erleidet er einen fast vollständigen Verlust der Sprache. Dazu kommt eine Epilepsie, welche eine Stagnation seiner Entwicklung mit sich bringt. Es wird viel Zeit vergehen bis Frédéric wieder sprechen und artikulieren kann. Während sich die Epilepsie im Laufe der Jahre ausgewachsen hat, zeigen sich bis heute  weitere Leiden, ein AV-Block, welcher die Implantation eines Herzschrittmachers nötig machte. Im Kindergarten wurde bei Frédéric zudem ein Asperger-Syndrom diagnostiziert sowie eine PLMD, Perodic Limo Movement Disorder.

Dies sind allerdings nur Diagnosen. Für Frédéric bedeutet dies, jeden Tag nehmen wie er kommt. Stürze, Absenzen, Muskelkrämpfe, Erschöpftheit und Schmerzen sind zum Alltag geworden. Trotz allem, „La Vita e Bella“ er mag noch immer lachen…

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Angefangen hatte die ganze Krankengeschichte mit un-terschiedlich langen Absenzen im Wach- wie auch im Schlafzustand. Frédéric brach immer wieder ohne Vor-ankündigung zusammen. Dazu kam der Verlust der Sprache bis auf Vokale und einige Zischlaute. Frédéric konnte kaum mehr artikulieren und ausser Jérôme und seinem Mami verstand ihn niemand mehr. Die Gleichge-wichtsstörungen waren so auffällig, dass selbst fremde Menschen auf der Strasse uns darauf ansprachen, ob wir diese bei unserem Kind bemerkt hätten.

Nach diversen Arztbesuchen hatten wir eine erste Diag-nose, die der Epilepsie und einer Cerebralen Parese mit Ataxie. Zudem traten Lähmungen auf dem linken Auge auf. So begann man mit ersten Therapien, Logopädie und Ergotherapie. Das heilpädagogische Reiten hatten wir im Vorfeld privat organisiert.

Frédéric wurde zudem herzkrank. Der hochgradige AV-Block machte die Implantation eines Herzschrittmachers notwendig, eine Operation welche Frédéric Februar 2008 gut überstanden hat.

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Nachdem Frédéric sein erstes Kindergartenjahr in der Regelschule verbracht hatte und wir immer wieder schwierige Tage und Stunden erlebten im Zusammenhang mit seiner Sprache sowie den Sozialkompetenten, wurde bei Frédéric ein Asper-ger Syndrom diagnostiziert, eine Form von Autismus, welche oft erst im Kindergarten bei auftretenden Kontaktschwierigkeiten mit  Gleich-altrigen herausgefunden wird. Da Frédéric, auf-grund der zahlreichen Körperbehinderungen, den Kindergarten nur an drei Tagen für jeweils zwei-einhalb Stunden besuchen konnte, hatte es etwas gedauert, bis das ganze Ausmass seiner Sorgen und Nöte zu Tage kam. Doch waren wir froh, eine Diagnose zu haben, welche uns bis heute hilft Frédéric besser zu verstehen und somit wurde es für die ganze Familie bedeutend einfacher, ihn adäquat zu unterstützen.

Unsere grösste Sorge aber bleibt. Der Crash im Hirn, wie wurde er verursacht, welche Folgen hat dieser für die Zukunft von Frédéric, was wird auf ihn zukommen…